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"Die Volumenlizenz, die in die Cloud wollte"

Liebe Partner,

zu einem Thema erreichen mich immer wieder Fragen von Hosting Service Providern aber auch über Umwege von Kunden. Seit Mitte 2011 haben Kunden, die einen Microsoft Volumenlizenzvertrag mit aktiver Software Assurance (SA) gezeichnet haben, einen SA Benefit hinzubekommen – die sog. License Mobility. „Wieder so ein Vorteil, der nichts bringt“, meinten einige – zumeist ohne zu verstehen, was da eigentlich dahintersteckt. Daher ein (weiterer) kurzer „Aufklärungsversuch“:

License Mobility erlaubt Kunden mit aktiver Software Assurance auf diverse Applikationsserver-Lizenzen (z.B. Exchange, SharePoint, Lync, CRM, NAV, SQL Server, System Center…), diese in einem Rechenzentrum eines Hosters, ohne zusätzliche Lizenzkosten, zu betreiben. Dies passiert in einer Single-Tenant Umgebung, d.h. auf/in einer dedizierten virtuellen Maschine (VM). Der Kunde darf diese Lizenzen im Rechenzentrum des Hosters (oder auch auf Windows Azure) betreiben, solange der Server unter aktiver Software Assurance steht. So bleibt das Investment des Kunden geschützt und er kann auch in Zukunft in die „Cloud“ gehen oder auch wieder in die klassische „On-premise“ Welt wechseln.

Beispiel: Kunde hat Exchange Server 2013 und 100 Exchange CALs über Volumenlizenz mit SA erworben, möchte diese nun in einer virtuellen VM eines Hosters betreiben. Es fallen keine weiteren Lizenzkosten für den Applikationsserver an!

Möchte der Kunde seine Nutzer (konkret nur für Exchange, SharePoint, Lync) hingegen in einer Multi-Tenant Umgebung eines Service Providers hosten, so hat der Service Provider die Möglichkeit über die sog. SALs für SA (Subscriber Access Licenses – „Zugriffslizenzen“ im Service Provider License Agreement Modell) dem Kunden um wenige Euro-Cents pro User/Monat genau solch einen Service zur Verfügung zu stellen. Die „SALs für SA“ sind vom Service Provider über SPLA zu erwerben und können dementsprechend an den Endkunden weiterverrechnet werden.

Beispiel: Kunde hat 10 Lync Standard CALs mit Software Assurance erworben und möchte diese auf der multi-tenant Umgebung des Service Providers betreiben. Service Provider verrechnet dem Kunden auf monatlicher Basis ca. 0,2-0,3 Euro/Monat/User, d.h. in etwa 2-3 Euro für 10 User im Monat.

Welche Voraussetzungen muss nun der Kunde bzw. Partner (Hoster) erfüllen?

In beiden oben erwähnten Fällen muss der Endkunde auch weiterhin über eine aktive Software Assurance für Server und CALs verfügen. Bei License Mobility muss der Kunde über das sog. „License Verification Formular“ seine derzeitige Lizenzsituation bestätigen (nähere Infos dazu erhält er über seinen Microsoft Account Manager od. Hoster).  Der Kunde darf diese Lizenzen auch nur in ein Rechenzentrum eines „Authorized Mobility Partners“ (Hoster mit unterzeichnetem „License Mobility Vertrag“; wird mit einem SPLA Reseller wie Insight oder Softwareone unterzeichnet) geben. Des Weiteren muss der Kunde die Lizenzen für mindestens 90 Tage im Rechenzentrum des Mobility Partners/Hosters in Verwendung haben. Der Kunde kann/darf diese Lizenzen auch wieder zurück in sein eigenes RZ oder in ein anderes RZ eines Authorized Mobility Partners transferieren.

Wie findet der Kunde heraus, welche Produkte „License Mobility“ berechtigt sind?
In den Produktnutzungsrechten (PUR, siehe Beispiel unten) erhält der Kunde die Information ob das Produkt mit Software Assurance auch für das oben angeführte Szenario gilt (=License Mobility within Server Farms).


Weiterführende Informationen und Schritte für Kunden und Partner findet man unter: http://www.microsoft.com/licensing/software-assurance/license-mobility.aspx

Partner können sich bei Fragen auch an ihren SPLA Reseller (Fa. Insight und Softwareone) wenden. Besuchen Sie auch die SPLA Info Days im Juni in Wien!

liebe Grüße,
Gerold Pulverer

 

 

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