von Gerold Pulverer
9. July 2012 15:53
Seit letzter Woche ist es offiziell – die Lizenzierung des neuen Windows Server 2012 wird sich verändern, im positiven Sinne. Eines wird sofort klar – Vereinheitlichung, Vereinfachung und Konsistenz der Private Cloud Lizenzierung stehen im Vordergrund. Die Lizenzierung von System Center 2012 und Windows Server 2012 ergeben ein schlüssiges Bild. Hier die Keyfacts, was sich alles tun wird:
Gleich vorweg die größte Überraschung - unter Windows Server 2012 gibt es nur mehr 4 Produkteditionen, nämlich:
- Windows Server 2012 Datacenter für hochgradig virtualisierte Umgebungen (unlimitierte virtuelle Instanzen)
- Windows Server 2012 Standard mit bis zu zwei virtuellen Instanzen
Sowohl Datacenter als auch Standard weisen dieselben Funktionalitäten auf – der einzige Unterschied zwischen den Editionen liegt im Grad der Virtualisierung und im Preis.
Beide Editionen werden nur mehr im Prozessor- + CAL Modell verfügbar sein, d.h. eine Lizenz gilt nicht mehr für einen ganzen Server (physisch) sondern umfasst 2 physische Prozessoren auf einem einzigen Server. Angenommen die Virtualisierungsanforderungen ändern sich, so können zusätzliche Lizenzen der Standard Edition erworben werden oder mittels Step-Up Lizenz (= vergünstigte Lizenz) auf die Datacenter Edition migriert werden. Client Access Lizenzen für Geräte und/oder Nutzer sind auch weiterhin erforderlich!
Der aufmerksame Leser vermisst wahrscheinlich noch zwei Editionen:
- Windows Server 2012 Essentials wird auch „pro Server” lizenziert (eine Betriebssystemumgebung pro Lizenz; physisch oder virtuell) mit einer Beschränkung auf zwei Prozessoren und bis zu 25 Nutzer-Accounts & 50 Geräten. Hierbei gibt es keine zusätzlichen Virtualisierungsrechte! NACHTRAG: Windows Server Essentials 2012 ist die neueste Version des Windows Small Business Server Essentials 2011.
- Windows Server 2012 Foundation ist jene Edition, die für Einsteiger/kleine Unternehmen geeignet ist. Auch hier „pro Server“ Lizenzierung (siehe Essentials), wobei die Beschränkung auf einen Prozessor und bis zu 15 Nutzer-Accounts ausgelegt ist. Foundation ist nur über den OEM Kanal verfügbar und sowie bei Essentials gibt es keine zusätzlichen Virtualisierungsrechte.

Aus obigen Schilderungen folgt, dass die Enterprise, Web und HPC Server OS nicht mehr unter Windows Server 2012 verfügbar sein werden. Nachtrag: Auch die Small Business Server Standard Edition bzw. Premium Add-on wird nicht fortgeführt. Für alle Windows Server 2008 R2 Editionen gibt es klare Migrationsszenarien für Software Assurance („Was erhalte ich bei Windows Server 2012, wenn ich Windows Server 2008 R2 Editionen unter aktiver Software Assurance habe“).
Für weiterführende Informationen bietet sich vor allem unser Microsoft Server Launch Eventfür Partner am 8. August 2012 an.
Hier finden Sie vorerst alle relevanten Informationen zum neuen Windows Server 2012 (auf Deutsch und Englisch):
http://www.microsoft.com/de-de/server/windows-server/2012/default.aspx http://www.microsoft.com/en-us/server-cloud/windows-server/2012-editions.aspx
liebe Grüße, Gerold Pulverer