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Lizenzierung des neuen Windows Server 2012!

Seit letzter Woche ist es offiziell – die Lizenzierung des neuen Windows Server 2012 wird sich verändern, im positiven Sinne. Eines wird sofort klar – Vereinheitlichung, Vereinfachung und Konsistenz der Private Cloud Lizenzierung stehen im Vordergrund. Die Lizenzierung von System Center 2012 und Windows Server 2012 ergeben ein schlüssiges Bild. Hier die Keyfacts, was sich alles tun wird:

Gleich vorweg die größte Überraschung - unter Windows Server 2012 gibt es nur mehr 4 Produkteditionen, nämlich:

  • Windows Server 2012 Datacenter für hochgradig virtualisierte Umgebungen (unlimitierte virtuelle Instanzen)
  • Windows Server 2012 Standard mit bis zu zwei virtuellen Instanzen

Sowohl Datacenter als auch Standard weisen dieselben Funktionalitäten auf – der einzige Unterschied zwischen den Editionen liegt im Grad der Virtualisierung und im Preis.

Beide Editionen werden nur mehr im Prozessor- + CAL Modell verfügbar sein, d.h. eine Lizenz gilt nicht mehr für einen ganzen Server (physisch) sondern umfasst 2 physische Prozessoren auf einem einzigen Server. Angenommen die Virtualisierungsanforderungen ändern sich, so können zusätzliche Lizenzen der Standard Edition erworben werden oder mittels Step-Up Lizenz (= vergünstigte Lizenz) auf die Datacenter Edition migriert werden. Client Access Lizenzen für Geräte und/oder Nutzer sind auch weiterhin erforderlich!

Der aufmerksame Leser vermisst wahrscheinlich noch zwei Editionen:

  • Windows Server 2012 Essentials wird auch  „pro Server” lizenziert (eine Betriebssystemumgebung pro Lizenz; physisch oder virtuell) mit einer Beschränkung auf zwei Prozessoren und bis zu 25 Nutzer-Accounts & 50 Geräten. Hierbei gibt es keine zusätzlichen Virtualisierungsrechte! NACHTRAG: Windows Server Essentials 2012 ist die neueste Version des Windows Small Business Server Essentials 2011.
  • Windows Server 2012 Foundation ist jene Edition, die für Einsteiger/kleine Unternehmen geeignet ist. Auch hier „pro Server“ Lizenzierung (siehe Essentials), wobei die Beschränkung auf einen Prozessor und bis zu 15 Nutzer-Accounts ausgelegt ist. Foundation ist nur über den OEM Kanal verfügbar und sowie bei Essentials gibt es keine zusätzlichen Virtualisierungsrechte. image

Aus obigen Schilderungen folgt, dass die Enterprise, Web und HPC Server OS nicht mehr unter Windows Server 2012 verfügbar sein werden. Nachtrag: Auch die Small Business Server Standard Edition bzw. Premium Add-on wird nicht fortgeführt. Für alle Windows Server 2008 R2 Editionen gibt es klare Migrationsszenarien für Software Assurance („Was erhalte ich bei Windows Server 2012, wenn ich Windows Server 2008 R2 Editionen unter aktiver Software Assurance habe“).

Für weiterführende Informationen bietet sich vor allem unser Microsoft Server Launch Eventfür Partner am 8. August 2012 an.

Hier finden Sie vorerst alle relevanten Informationen zum neuen Windows Server 2012 (auf Deutsch und Englisch):

http://www.microsoft.com/de-de/server/windows-server/2012/default.aspx http://www.microsoft.com/en-us/server-cloud/windows-server/2012-editions.aspx

liebe Grüße, Gerold Pulverer

Kommentare (11) -

Christian Schindler, 09.07.2012 18:11:55#

Da wird ein Aufschrei durch die KMU Partnergemeinde gehen die ihre Kunden nicht in die Cloud heben wollen/können. Was machen denn die, wenn Sie eine Komplettlösung haben wollen wo Windows Server, Exchange, Sharepoint und SQL dabei sind? Extra lizenzieren? Kommt ein bisserl teuer, oder? Christian

Werner Gstöttner, 10.07.2012 06:21:22 #

Wie es scheint, meinen "die" es wirklich ernst.
Wichtige Fragen für mich und meine Kunden: Wie lange wird der SBS2011 noch lieferbar sein? Welches Bodenradar wird in Zukunft als lokale Serververbindung zur Cloud angeboten werden (sbs essentials)?
Was mich etwas verzweifeln lässt: Kaum hast Du einen Kunden auf eine Schiene gebracht, wirft MS alles über den Haufen und erfindet das Rad neu. Glaubwürdigkeit ist genauso wichtig wie Sicherheit und Zuverlässigkeit!

FFK, 10.07.2012 10:44:51#

Finde die Entscheidung den SBS Std/Premium aufzulassen auch furchtbar!
  
Ich persönlich mag und nutze Office 365.
Auch den SBS Essentials.
Auch einige meiner Kunden sind damit glücklich.
  
Aber es gibt auch einige, die das NIE machen würden.
Was machen die?
Abwandern zu Open-Source Groupware Lösuengen statt Exchange ... ?
Ewig auf Stand SBS 2011 bleiben (so wie manche am SBS 2003 auf 8 Jahre alter Hardware festpicken)?
  
Grüße, FFK

Gerold Pulverer , 10.07.2012 10:45:28#

@Hrn. Gstöttner: der SBS 2011 Standard wird über den OEM Kanal bis Ende Dezember 2013 verfügbar sein, in allen anderen Kanälen bis Ende Juni 2013. Der Nachfolger des SBS 2011 Essentials ist nun offiziell der Windows Server 2012 Essentials. Mit diesem haben die Kunden immer noch die Möglichkeit auszuwählen, ob ich z.B. in die Public Cloud (mit Office 365 als Gesamtpaket/bzw. Exchange Online) gehe, Exchange lokal betreibe oder ein Hosted Exchange Service in Anspruch nehme.

Für bestehende Kunden mit SA auf SBS 2011 Std. ist wichtig zu erwähnen, dass man für eine SBS 2011 Std. jeweils eine Windows Server 2012 Std. UND Exchange Server 2010 Standard Lizenz bekommt. Beim SBS 2011 Premium Add-On bekommt man mit Software Assurance Windows Server 2012 Std. UND SQL Server 2012 Std..

LG, Gerold Pulverer

Werner Gstöttner, 10.07.2012 14:15:49#

@Gerold Pulverer: Vielen Dank für die Auskunft, damit kann man arbeiten Wink
Weite Frage: 2012 Essentials bleiben Features wie Clientbackup, etc? (Kann sein, dass ich selbst nachlesen sollte, sorry)
Thanks anyway

christian decker, 10.07.2012 19:13:50#

Der Exchange-Server kann auch bei Kleinkunden natürlich weiterhin on Premise installiert werden - durch die Virtualisierung benötige ich nicht mal ein zweites Stück Hardware dazu. D.h ich kann dem Kunden auch die nächsten Jahre die volle Funktionalität mit Windows, Exchange und SharePoint und SQL bieten. Was sich ändert ist die Art der Installation und die Lizenzierung.
Dafür bietet aber nun der Windows Server in der Standard Version ALLE Features, die früher nur in der Enterprise/DC Version drinnen waren....

(Und Werner - deine Aussagen verwundern mich ein wenig - hast Du jetzt 15 Jahre gebraucht, deine Kunden vom SBS zu überzeugen ? Und werfen wir wirklich ALLES über den Haufen ? Eigentlich ist alles viel besser geworden, wenn ich mir die Features vom WIn Srv 2012 ansehe in allen Bereichen, ansehe, was mit Win 8 kommt, die gemeinsame Plattform von Win, Tablet und Phone und wenn ich an Office 15 denke, da ist extrem viel Verbesserung und Kontinuität drinnen...

Werner Gstöttner, 11.07.2012 22:09:58#

@Christian: nein, der SBS war ein (jetzt sag ich auch schon war!) tolles Teil, dass mir für meine Dienstleistung als Selbständiger sehr geholfen hat und für meine Kundengröße ein echter Kaufschlager war und ich werde den Endspurt sicher in blanke Euro umsezten zum Wohl meiner Kunden. Die Features gehen auf jeden Fall in einer "Full Version Install" verloren. ZB Remotewebzugriff, Benutzerrollen, ... Du weist ich war immer ein großer Kämpfer für die Assistenten sowie der BPA und auch der Virtualisierung des SBS.
Dass war vielmehr auf XP - Vista&W7 - W8, Sharepoint 2008 - 2010, Office bis 2003 - ab 2007, etc. Besonders aber auf die Oberfläche und Bedienung bezogen. Am Arbeitsmarkt wird auch Personal über 35 eingesetzt, die keine Technikfreaks sind, die muss man jedesmal umschulen. Bin ja nur froh, dass in W8 trotz gegenteiliger Ankündigungen Aero wieder drinnen ist.
So nun hab ich endlich alles auf HyperV gebracht (2008R2) und nun kann ich den HyperV 2008R2 von 2012 nicht verwalten, also brauch ich einen Bereich für 2008R2 und einen für 2012 (oder alles auf 2012 heben) obwohl angeblich mit 2012 der Vorteil in der Oberfläche (extrem gewöhnungsbedürftig und zeitaufreibeneder-mehr klicks erforderlich) liegt, alle Server zu verwalten!?!?! ja ja ich sollte mich mehr zurück halten Wink Übe auch brav mit den neuen Produkten. Die Technik des 2012 begeistert mich Smile), nur nicht die Oberfläche :-(
LG und die Hoffnung stirbt erst mit dem letzten Release

Richard Plöchl, 01.08.2012 12:29:07#

Ein großer Teil unseres Betätigungsfeldes sind Kleinkunden.
Schon in der Vergangenheit gab es Überlegungen, anstelle des SBS einen Server Standard nebst Exchange einzusetzen.
Was uns abgehalten hat, ist der für Kleinkunden nicht tragbare Preis.

Außer Hardware und Serverlizenzen sind ja auch noch Client- bzw. Exchange- Clientlizenzen hinzuzurechnen (wir statten unsere SBS- Kunden auch clientseitig immer mit der tatsächlich erforderlichen Lizenzanzahl aus - auch, wenn die Clientanzahl nach dem SBS 2003 technisch nicht mehr vom Server begrenzt wird).

Der Preis wird nun die Kunden nach Alternativen fragen lassen, damit sind wir dann in der Cloud.
Die kennt der Kunde aus den Medien und aus der Werbung und weiß: Die kostet fast nix.

Dienstleistungen für ein (aus Sicht des Kunden) 'Billigprodukt' zu verrechnen wird ein Spaß.
Ebenso die Erklärung, dass man trotzdem einen Server braucht weil (am Land) oft keine leistbare Internetanbindung über 2048/512 zu kriegen ist - was für umfangreiche Nutzung von Datenlaufwerken nicht sehr brauchbar ist.

Die Technik, die im 2012er steckt, finde ich auch super.
Es wird aber neue Strategien brauchen, um im Marktsegment der Kleinkunden bestehen zu können - die Konfiguration von im Internet gehosteten (fast) Gratis-Postfächern und Online-Laufwerken wird uns Partnern wenig Umsatz, den Kunden wenig(er) Qualität bringen.

Bernd Hirnschall, 10.08.2012 22:41:30#

Hi,
Der Großteil der Kunden wird niemals auf Office365 wechseln.
Zwei meiner Kunden sagten: wo ist dann der Unterschied von POP3/IMAP Konten?
Einen Kunden verloren wir mit SBS2011 mit der Aussage, "MS hat mit der Strategie keine Zukunft für uns", und er setzte Kerio Mail Server ein.

Mit der Windows 8/Server 2012 Strategie wird MS USA (die wahrscheinlich das ganze vorgeben) auf die Vista Müllberge fallen.

Nur das damals die User mit XP weitergearbeitet haben und jetzt wechseln werden (bei den Servern)

lg Bernd

Christian, 10.08.2012 23:33:16#

Hallo,
also ganz ehrlich - wenn Sie ihrem Kunden den Unterschied zwischen Exchange/Outlook und IMAP/POP3 nicht erklären können, hatte der Kunde vom SBS eh keinen Mehrwert.
Interessanterweise haben wir Partner, deren Kunden scharenweise zu Office365 wechseln - natürlich haben auch die einzelne Kunden, die nicht wechseln wollen, aber ich habe das Gefühl, dass die Bereitschaft der Kunden, Office365 einzusetzen, massiv von der Bereitschaft des Partners zu dieser Lösung abhängt...

Und ich hoffe Sie kommen auf die Partnerroadshow und wir können ein wenig über Win 8 und Server 2012 diskutieren - mich würde hier echt interessieren, wie weit Sie sich Win8/Server 2012 schon angesehen haben, wenn Sie so was posten....

Christian

Richard Plöchl, 11.09.2012 15:52:26#

Bei der Lizenzierung des Server 2012 Std gibt es noch eine sehr deutliche Einschränkung die man sehr versteckt dokumentiert hat -

Laufen die 2 zusätzlich erlaubten VMs, darf die Basis- (Host-) Maschine nur "zur Verwaltung der VMs" verwendet werden.

Auf der Website, wo die Editionen gelistet sind, steht nichts davon:
www.microsoft.com/.../buy.aspx

Auf dieser Seite gibt es einen Link "Get Licensing Details", der führt zu einem PDF:
download.microsoft.com/.../...ricing_Datasheet.pdf

Da steht im Appendix(!), dass dem so ist:
*When a customer is running all allowed virtual instances, the physical instance may only be used to manage and service the virtual instances.

Da kann man sich leicht irren - und schon verdoppeln sich die Lizenzkosten.

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