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erste Erfahrungen mit Aurora

Zufällig hat sich ergegebn, dass ich letzte Woche einen Anruf einer Ex-Kollegin bekommen hatte: “Kannst Du bitte mal mit meinem Mann reden, der will seinen neuen Server mit Windows XP betreiben !” Der Betrieb ist ein Tischlereibetrieb mit 15 Arbeitern und 5 PCs im Büro. Nach ein paar Telefonaten konnte ich ihm erklären, dass XP nun nicht wirklich das optimale Serverbetriebssystem ist und nach einem weiteren Telefonat konnte ich ihn als Aurora Testkunden gewinnen.

Also hab ich gestern meine “IT-Techniker” Kleider hinten aus dem Schrank gekramt, entstaubt und bin nach langem wieder zu einem Kundeneinsatz gefahren ;)

Vorgefunden habe ich 5 PCs, frisch mit Windows 7 aufgesetzt und diese Hardware als Server PC-System - dimotion Micro E2H1  (Intel Atom D510, 2 GB Ram, 320 GB HD)

Setup der Auroa Beta-Version hat relativ lange gedauert (ca. 2,5 Stunden), während des Setup-Prozesses wird (nach einer Warnung ;) ) die Festplatte formatiert und nur wenig Information erfragt (Firmenname, Servername, Adminaccount/PW)

Danach lief ein Windows Server 2008 R2  Standard als Basis mit Active Directory, DNS (eh klar), IIS und Certification Service. Servermanager und Admintools sind normal verfügbar.

Die Verwaltung erfolgt über ein “bunteres” Dashboard als beim SBS:

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Damit können die Benutzer leicht eingerichtet werden:

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Interessant, wie gut wir mittlerweile KMUs kennen – grundsätzlich sind die üblichen strengen Passwort-Richtlinien eingestellt und können aber einfach und schnell an die Bedürfnisse des Kunden eingerichtet werden (in meinem Fall war weder eine Komplexität noch ein Passwort-Change gefragt ;) )

Einrichtung der Computer ist fast noch einfacher, am Client muss http://server/connect aufgerufen werden, ein kleines Tool runtergeladen werden und 5 Min später hängt der Client in der Domäne, wobei das Benutzerprofile inkl. aller Daten und Einstellungen mit migriert wird (ausgenommen die POP3 Kennwörter von Outlook) – war sehr schön gelöst.... (Vorsicht: Ist ein Domänen-Join = keine Home-Editions des Betriebssytems, nur mit Prof. möglich)

Sobald ein Computer hinzugefügt wurde, startet automatisch (ohne dass man es wirklich merkt) ein Complete Backup des Clients auf den Server – hier ist auch einstellbar, dass der Server die PCs in der Nacht aufweckt, sichert und dann wieder schlafen legt (hat diese Nacht nicht funktioniert, muss ich mir noch ansehen warum nicht – ist halt noch Beta) – damit kann ich schnell und einfach einzelne Dateien vom PC wiederherstellen bzw. binnen kürzester Zeit den ganzen PC restoren.

Auch die Backupfunktion des Servers (auf Festplatten), sowie die “Drive Extender” Technologie (die wir schon aus dem Homeserver kennen) gibt ein gutes Gefühl bez. Datensicherheit. (Wobei die Beta erstmal über die Konsole kein Backup auf ein NAS zuläßt, werd das mal als Bug melden – mit dem darunterliegenden Windows Server Backup gehts aber)

Sprich in ca. 3,5 Stunden war das ganze erledigt – und die meiste Zeit bin ich daneben gesessen und hab Installationsbalken zugeschaut...

 

Diese Zeit hab ich auch genutzt, P. zu fragen, wie sie das denn mit den Mails in der Firma machen – die haben 3 Mailadressen mit der eigenen Domäne, 2 Personen haben eine andere Mailadresse – abgerufen via POP3..

Meine Nachfrage, wie es mit der Kalendernutzung aussieht und gemeinsamen Kontakten hat ins Schwarze getroffen – wenn Chef nicht da und Sekretärin muss Termin ausmachen, geht sie ins Nebenzimmer zum Computer von Chef und schaut in sein Outlook rein. Smartphones haben beide Chefs (Iphone und Android), syncronisiert werden diese aber nur lokal über Kabel....

Daher war der dezente Hinweis auf Exchange Online leicht zu platzieren – die Frage nach “Naja, um EUR 200,00 / Jahr kann ich mir aber auch einen Server hinstellen” auch einfach entkräftet, der Hinweis auf den Spamschutz und die 99,9 % Verfügbarkeit haben dann den letzten Anstoß gegeben, d.h. das nächste Mal werden wir Exchange Online einrichten (SharePoint und OCS habe ich nicht erwähnt, hier war nach einigen Fragen zu seiner Arbeitsweise klar, dass er beides nicht benötigt)

 

Ein paar Dinge gibts noch zu klären (Backup des Servers, Aufwecken der Clients in der Nacht, Remotezugriff aus dem Internet, ...) die Beta macht aber mal einen wirklich guten Eindruck.

In Verbindung mit den Online Services (insbesonders Exchange) und vor allem Intune für die Clients schaut das nach einer wirklich guten Lösung für die Kleinkunden bis 25 Mitarbeiter aus...

notwendiger Disclaimer zum Abschluß: Betaprodukte NICHT in Produktion einsetzen !

Freu mich schon auf das finale Produkt !

lg

Christian

Christian.Decker@microsoft.com

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